ChäppuTräff

Kappelisackerstrasse 119

3063 Ittigen

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Bauliche Aufwertung

 

Das Quartier Kappelisacker wurde mehrheitlich in den späten 60ern, anfangs 70er Jahre erbaut. Später kamen die Wohnhäuser entlang der Grauholz-, später der Chasseralstrasse dazu. Die Gemeinde Ittigen fasst das Einzugsgebiet „Kappelisacker“ bewusst relativ weit. Ursprünglich wurde (nur) die kompakte Siedlung mit den typischen Backsteinbauten als Kappelisacker bezeichnet.

 

Die in den 70iger Jahren erbauten Wohnhäuser weisen mittlerweile einen hohen Sanierungsbedarf aus. Etliche Liegenschaften sind in einem schlechten baulichen Zustand und tragen dazu bei, dass das Quartier ein schlechtes Image hat. Die Mieten sind entsprechend eher im unteren bis mittleren Segment was eine gewisse Segration fördert. Wohnten früher vor allem Schweizer Bürger im Quartier sind heute bei einem Ausländeranteil von 30% 59 Nationen vertreten.

 

Die baulichen Sanierungsvorhaben werden momentan umgesetzt. 70% der Wohnungen sind im Stockwerkeigentum, das heisst bei jeder Liegenschaft müssen alle Eigentümer einer Sanierung zustimmen. Erschwerend kommt hinzu, dass gewisse Teile unter Denkmalschutz stehen und nur sehr aufwändig saniert werden können.

 

Diese Problematiken sind allgemein bekannt und nicht nur im Kappelisacker von Bedeutung. Dies hat die FH Architektur Rapperswil und die FH Soziale Arbeit Luzern dazu bewogen, eine Untersuchung zu dieser Situation durchzuführen. Diese ist im Moment in Arbeit und soll im Herbst 2014 mit einem Bericht und entsprechenden Empfehlungen an die Gemeinden und an die Eigentümer abgeschlossen werden. Die Gemeinde Ittigen beteiligt sich an diesem Projekt.

 

Die öffentlichen Bauten im Quartier sind recht bescheiden. Die Gemeinde betreibt drei Kindergärten, zwei Kindertagesstätten und neu das Quartierzentrum  „ChäppuTräff“. Ein Kindergarten und eine Kindertagesstätte wurden 2013 vollumfänglich saniert, das Quartierzentrum nach einer sechs monatigen Umbauzeit im April 2014 in Betrieb genommen. Im Weiteren hat die Gemeinde die Hälfte der Sanierungskosten für den bestehenden und im Besitze der Eigentümer befindlichen Fussballplatz übernommen und die Sanierung des Hallenbades mitfinanziert. Damit geht die Gemeinde Ittigen mit „gutem Beispiel“ voran und hofft so, ihren Beitrag zur baulichen Aufwertung zu leisten.

 

Der öffentliche Raum - die Plätze, die Gehwege, die Spielplätze sowie das Hallenbad und der neu sanierte Fussballplatz - werden rege genutzt und müssen ebenfalls laufend unterhalten und gepflegt werden. 2012 wurde durch die Gemeinde ein sogenannter SpielRaumCheck in Auftrag gegeben. Der Bericht wurde zusammen mit den Nutzenden erstellt und beinhaltet 21 Vorschläge zur Verbesserung der Spielsituation. Da sich sämtliche Plätze in Privatbesitz befinden, sind die Einflussmöglichkeiten der Gemeinde sehr beschränkt. Der Bericht wurde den Verwaltungen und Eigentümer zugstellt – leider bisher mit wenig Erfolg. Die für den Aussenraum zuständige Siedlungsverwaltung plant momentan eine grössere Sanierung der Umgebung. Die Quarterarbeit stellt die Beteiligung der Bewohner in diesem Planungsprozess sicher.